Welches Englisch-Niveau braucht man für den DLR-Test?
Im DLR-Test gibt es einen Englisch-Wissenstest (ENS); angestrebt wird Rating A oder B. Bei Rating C oder D verlangen viele Airlines/Flugschulen zusätzlich ein anerkanntes B2-Zertifikat.
Englisch ist einer der Wissenstests im DLR-Test und läuft unter dem Modulnamen ENS. Es geht dabei nicht um ein allgemeines Sprachzertifikat, sondern um einen eigenen Test des DLR, dessen Ergebnis in ein Rating einfliesst. Angestrebt wird ein Rating A oder B; fällt das Ergebnis auf C oder D, verlangen viele Airlines oder Flugschulen zusätzlich ein anerkanntes B2-Zertifikat (z. B. nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen).
Was wird geprüft?
Der ENS-Wissenstest prüft Englischkenntnisse, die für den Alltag im Cockpit relevant sind – dazu zählen laut Erfahrungsberichten unter anderem Wortschatz, Grammatik und Textverständnis, teils mit Bezug zu technischen oder luftfahrtnahen Themen. Die genaue Aufgabenart und Schwierigkeit ändert sich und ist nicht öffentlich standardisiert; einen ausführlicheren Einblick gibt unser ENS-Blogartikel.
Warum das Rating wichtig ist
Anders als bei einem einfachen Bestanden/Nicht-bestanden fliesst das Englisch-Ergebnis als Rating in die Gesamtbeurteilung ein. Ein Rating A oder B gilt in der Regel als ausreichend, ohne dass ein zusätzliches Zertifikat nötig ist. Bei C oder D verlangen manche Aufnahmestellen ergänzend ein B2-Zertifikat, um die Sprachkompetenz anderweitig zu belegen – ob und in welcher Form das nötig ist, entscheidet aber die jeweilige Airline oder Flugschule, nicht das DLR selbst.
Unterschied zu allgemeinen Sprachanforderungen
Wichtig ist, das ENS-Rating im DLR-Test nicht mit allgemeinen Sprachanforderungen einzelner Auswahlverfahren zu verwechseln. Auf dem SWISS/EFA-Weg in der Schweiz gilt zum Beispiel unabhängig vom DLR-Test eine eigene Zulassungsvoraussetzung: Englisch fliessend auf mindestens B2-Niveau. Das ist eine Bedingung der Airline bzw. EFA für die Bewerbung an sich, nicht das Ergebnis des ENS-Moduls. Wer diese Grundvoraussetzung erfüllt, kann trotzdem im DLR-Test selbst ein Rating C oder D erzielen – und dann gegebenenfalls zusätzlich ein B2-Zertifikat nachreichen müssen, wenn die Airline oder Flugschule das verlangt. Details zu den weiteren Zulassungsvoraussetzungen findest du in unserer Frage zu den Voraussetzungen.
Vorbereitung
Wer sein Englisch vor dem Test auffrischen will, profitiert typischerweise von regelmässigem Üben über mehrere Wochen – etwa Vokabeln, Grammatik und das Lesen englischer Fachtexte. Wie viel Zeit man insgesamt für die Vorbereitung einplanen sollte, behandelt unsere Frage zur Vorbereitungszeit. Der DLR Exam Trainer trainiert insgesamt zehn der Testarten (ausser MIC) offline und ohne Account; vier Module – darunter Technik – sind im Gratisbereich enthalten. Ob und wie Englisch konkret Teil des Trainings ist, kannst du direkt in der App prüfen.
Die genauen Anforderungen ans Englisch-Niveau und die Frage, ob ein B2-Zertifikat nötig ist, können sich je nach Airline oder Flugschule ändern. Massgeblich sind immer die offiziellen Angaben des DLR bzw. der jeweiligen Aufnahmestelle.
Ausführlich im Blog
- ENS im DLR-Test: Englisch gezielt vorbereiten (B2)8 Min. Lesezeit
- DLR-Test 2026: Der komplette Guide für angehende Piloten8 Min. Lesezeit