Kann man sich mit einer App auf den DLR-Test vorbereiten?
Eine App kann dich mit den computerbasierten Testarten des DLR-Tests vertraut machen und dir Übung im Zeitdruck geben. Der DLR Test Trainer trainiert 10 Testarten, aber nicht MIC – und keine Trainingsapp kann das Bestehen des DLR-Tests garantieren.
Eine App kann ein sinnvoller Baustein bei der Vorbereitung auf den DLR-Test sein, sie ersetzt aber nicht die gesamte Vorbereitung und schon gar nicht eine Erfolgsgarantie. Sinnvoll trainieren lassen sich vor allem die computerbasierten Testarten – also die Aufgabentypen, bei denen es um Reaktion, Konzentration, Merkfähigkeit und Rechnen unter Zeitdruck geht. Der DLR Test Trainer etwa trainiert 10 dieser Testarten, jedoch nicht MIC, das echte Joystick- und Pedal-Hardware erfordert. Wichtig ist dabei: Keine Trainingsapp – auch nicht diese – kann das Bestehen des DLR-Tests garantieren, weder bei der Lufthansa-BU noch beim DLR-Zertifikat Cockpit.
Was eine App realistisch trainieren kann
Der DLR-Test besteht laut den verfügbaren Beschreibungen aus einer Mischung von Wissenstests (u. a. Englisch, Technik, teils Physik/Mathematik) und computerbasierten Leistungstests wie Dreieckstest/Konzentration (SKT), visuellem Gedächtnis (VMC), Zahlen rückwärts (RMS), Kopfrechnen (KRN), Instrumente ablesen (OWT), Würfelklappen (PPT), Wegfiguren (WFG) sowie räumlicher Orientierung – dazu kommt ein Persönlichkeitsfragebogen. Genau solche Aufgabentypen lassen sich als Format am Bildschirm gut nachbilden und wiederholt üben, damit du am Testtag mit dem Format vertraut bist statt überrascht zu werden. Nicht abbildbar ist dagegen MIC, das Monitoring und Instrumentenkoordination mit echtem Joystick und Pedalen verlangt – siehe dazu auch DLR-Test: Der MIC-Test.
Was der DLR Test Trainer konkret bietet
Der DLR Test Trainer trainiert 10 der computerbasierten Testarten, läuft offline und ohne Account auf iOS und Android. Vier Module – Würfelklappen, Wegfiguren, Technik und Englisch – stehen dauerhaft kostenlos zur Verfügung, die übrigen sechs kannst du je einmal gratis testen. Zum Start empfiehlt sich der kostenlose Einstufungstest: In rund fünf Minuten zeigt er deine Stärken, die Module, auf die du dich zuerst konzentrieren solltest, und passende Start-Level. Auf dem Home-Screen fasst eine Testbereitschaft von 0 bis 100 deine letzten Ergebnisse und die letzte Prüfungssimulation zusammen. Die Pro-Version mit allen Modulen kostet CHF 6.00 pro Monat oder CHF 20.00 einmalig. Als Erfahrungswert für die Vorbereitungszeit insgesamt wird oft ein Zeitraum von 2 bis 3 Monaten mit 20 bis 45 Minuten täglichem Training genannt – wie viel du tatsächlich brauchst, hängt aber stark von deinem Ausgangsniveau und dem gewählten Verfahren ab.
Grenzen: Was keine App leisten kann
Eine App trainiert Testformate, nicht deine gesamte Eignung. Sie kann nichts über MIC, den persönlichen Eindruck im Interview, die Gruppenübungen der Firmenqualifikation oder die medizinische Untersuchung aussagen. Auch Wissenstests wie Englisch, Technik oder Physik erfordern eher solides Grundlagenwissen als reines App-Training – hier hilft eher gezieltes Wiederholen von Schulstoff. Und selbst bei den Testarten, die eine App abdeckt, bleibt die tatsächliche Aufgabengestaltung am Testtag Sache des DLR und kann von den Übungsaufgaben abweichen.
TippNutze eine App eher als Ergänzung zu einem strukturierten Vorbereitungsplan, etwa dem 8-Wochen-Trainingsplan, statt sie als alleinige Vorbereitung zu betrachten.
Welche Testarten im Einzelfall geprüft werden und wie viel Vorbereitung realistisch nötig ist, ändert sich von Verfahren zu Verfahren. Verbindlich sind ausschliesslich die aktuellen Angaben des DLR bzw. der jeweiligen Airline oder Flugschule.
Ausführlich im Blog
- DLR-Test 2026: Der komplette Guide für angehende Piloten9 Min. Lesezeit
- DLR-Test Vorbereitung: Der 8-Wochen-Trainingsplan9 Min. Lesezeit