DLR-Test üben: Software, SkyTest und Apps im Vergleich

DLR-Test üben, aber womit? Offizielle DLR-Software, SkyTest, Web-Trainer und Apps sachlich verglichen: Plattform, MIC, Statistik, Lizenzmodell, gratis üben.

Read this article in English
Mann steht in der U-Bahn und schaut konzentriert auf sein Smartphone
Kurz gesagt

Die Basis ist die offizielle DLR-Vorbereitungssoftware aus der Einladungsmail. Für MIC brauchst du Desktop-Software mit Joystick, für tägliche Kurzeinheiten eine App. Im DLR Test Trainer sind 4 von 10 Modulen (PPT, WFG, Technik, Englisch) dauerhaft gratis.

Wer «DLR-Test üben» googelt, landet in einem unübersichtlichen Markt: offizielle Vorbereitungssoftware, Desktop-Programme, Web-Plattformen, Handy-Apps, Bücher und Online-Kurse. Sie lösen unterschiedliche Probleme: Ein Programm für den Joystick-Test hilft dir im Zug wenig, und eine App für zehn Minuten am Tag ersetzt keinen Joystick.

Dieser Artikel vergleicht die gängigen Werkzeuge nach festen Kriterien und sagt, welches wofür taugt. Er nennt keine Sieger und keine Verlierer, denn die sinnvollste Vorbereitung ist fast immer eine Kombination. Alle Angaben zu anderen Anbietern stammen von deren eigenen Websites (Stand: September 2026) und sind unten verlinkt. Preise anderer Anbieter nennen wir bewusst nicht, weil sie sich ändern.

WichtigTransparenz: Dieser Artikel stammt vom Macher der App DLR Test Trainer. Wir sind also selbst Anbieter und nicht neutral. Deshalb stützen wir uns bei anderen Produkten nur auf deren eigene Angaben, verlinken sie und sagen offen, was unsere App nicht kann.

Womit kann man den DLR-Test üben?

Es gibt vier Arten von Werkzeugen: die offizielle Vorbereitungssoftware des DLR, Desktop-Software von Drittanbietern, webbasierte Trainer und mobile Apps. Die offizielle Software ist die Basis, alles andere ist Ergänzung.

Offizielle DLR-Software. Das DLR schreibt auf seiner Seite zum Zertifikat Cockpit, dass du mit der Einladung «die notwendigen Dokumente und Zugangsdaten zur Vorbereitung» erhältst. Wer über die European Flight Academy bucht, bekommt laut deren FAQ den Link zur Vorbereitungssoftware in der Bestätigungsmail. Nur dieses Material zeigt dir die Aufgabenformate so, wie das DLR sie selbst vorstellt. Das DLR empfiehlt, die vorgegebenen Trainingseinheiten über drei Wochen zu verteilen. Wie du diese Zeit planst, steht im Artikel DLR-Termin steht: die letzten 3 Wochen.

Desktop-Software. Programme für Windows und Mac, meist mit grossem Modulumfang und der Möglichkeit, einen Joystick anzuschliessen. Der bekannteste Anbieter im deutschsprachigen Raum ist SkyTest, der seit vielen Jahren Software für Piloten- und Fluglotsentests entwickelt und auch das Forum Pilotenboard.de betreibt.

Web-Trainer. Plattformen, die im Browser laufen, zum Beispiel pilotest.com, PilotentestTraining oder SkySupp. Du musst nichts installieren.

Mobile Apps. Training auf dem Handy, für kurze Einheiten zwischendurch. Dazu gehören unser DLR Test Trainer, die Lite-App von SkyTest und die Apps von PilotentestTraining.

Kurse und Bücher. Allgemeine Einstellungstest-Anbieter wie Plakos, Testhelden, Ausbildungspark oder eTrainer führen Pilotentest-Kurse im Programm, dazu kommen Angebote wie Easyflight Training oder die PilotPass-App. Für Physik, Technik und Englisch sind auch gewöhnliche Schulbücher eine gute Quelle.

Nach welchen Kriterien solltest du Übungstools vergleichen?

Sieben Kriterien entscheiden, ob ein Tool zu dir passt: Nähe zum Originalformat, Plattform, Offline-Fähigkeit, Statistik, MIC-Training, Preisstruktur und Datenschutz. Kein Werkzeug ist in allen sieben vorne.

  1. Nähe zum Original. Am nächsten ist die offizielle DLR-Software. Alle Drittanbieter, auch wir, bauen die Mechanik nach und verwenden keine Originalaufgaben. SkyTest formuliert es auf der eigenen Produktseite so: Die Module seien den Originalaufgaben ähnlich, aber nicht dazu gedacht, die echten Tests zu simulieren oder zu reproduzieren.
  2. Plattform. Desktop, Browser oder Handy. Entscheidend ist, wo du tatsächlich übst.
  3. Offline-Fähigkeit. Wer pendelt oder im Ausland ist, braucht ein Tool, das ohne Netz läuft.
  4. Statistik und Vergleichswerte. Ohne Auswertung weisst du nicht, ob du besser wirst. Manche Anbieter vergleichen dich mit anderen Nutzenden, andere mit festen Zielwerten. Beides sind Orientierungen und keine offiziellen DLR-Normen.
  5. MIC und Joystick. Der Multitasking-Test MIC wird mit Joystick gesteuert. Das lässt sich nur am Rechner sinnvoll üben. Hintergründe stehen im Artikel zum MIC-Multitasking-Test und auf der Fragen-Seite MIC und Joystick.
  6. Preisstruktur. Einmalkauf, Laufzeitlizenz oder Abo. Rechne auf deine Vorbereitungszeit um: Bei drei Monaten kann ein Abo günstiger sein als ein Einmalkauf, bei einem zweiten Anlauf nach sechs Monaten ist es umgekehrt.
  7. Sprache und Datenschutz. Prüfe, ob das Tool deine Sprache unterstützt, ob du ein Konto anlegen musst und wo deine Trainingsdaten liegen.

Was bieten SkyTest, pilotest, PilotentestTraining und SkySupp?

Die vier Anbieter decken unterschiedliche Schwerpunkte ab: SkyTest ist klassische Desktop-Software mit Joystick-Unterstützung, pilotest.com ein Web-Trainer auf Französisch und Englisch, PilotentestTraining kombiniert Browser und Apps, SkySupp ist ein deutschsprachiger Online-Trainer. Die Tabelle fasst zusammen, was die Anbieter selbst angeben (Stand: September 2026).

ToolPlattformMIC / JoystickStatistikLizenzmodell
Offizielle DLR-SoftwareZugang laut Einladunglaut DLR-Unterlagenlaut DLR-Unterlagenkommt mit der Einladung
SkyTest für DLR 1 (BU/GU)Windows, Mac, zusätzlich Lite-AppMIC-Modul, Joystick und Headset empfohlenVergleich mit anonymisierten NutzerwertenEinmalkauf ohne Ablaufdatum
pilotest.comWebkeine Angabe gefundenStanine-Wert im Vergleich zu anderen Nutzendensiehe Anbieter
PilotentestTrainingBrowser, iOS, AndroidMIC mit Joystick oder GamepadScore pro Durchlauf und «Clearance Score»Laufzeiten
SkySuppOnlinekeine Angabe gefundenkeine Angabe gefundenunbefristete Lizenz, kein Abo
DLR Test TraineriOSkein MICZielwert-Ampeln, Verlauf, Fehleranalyse4 Module gratis, Pro als Abo oder Einmalkauf

SkyTest. Die Desktop-Software für das DLR-1-Screening läuft laut Produktseite auf Windows und Mac und umfasst 41 Trainingsmodule in acht Bereichen, von Aufmerksamkeit und Gedächtnis über Orientierung und Psychomotorik bis Physik, Technik und Englisch. Im Bereich Psychomotorik ist ein Modul «Monitoring and Instrument Coordination» aufgeführt. Joystick und Headset werden empfohlen, sind aber nicht zwingend. Die Oberfläche lässt sich zwischen Deutsch und Englisch umschalten, und du kannst deine Werte mit anonymisierten Durchschnittswerten der SkyTest-Nutzenden vergleichen. Die Lizenz ist ein Einmalkauf ohne Abo. Daneben gibt es die App «SkyTest BU/GU Lite» für iOS und Android mit acht Modulen, die SkyTest selbst als mobile Ergänzung zur Desktop-Software beschreibt.

pilotest.com. Die französische Plattform ist webbasiert, auf Französisch und Englisch verfügbar und deckt neben DLR auch andere Testsysteme wie PILAPT, COMPASS und cut-e ab. Für das DLR-Verfahren listet sie 16 Tests in fünf Kategorien. Nach jedem Test erhältst du dein Resultat als Stanine-Klasse, also als Position im Vergleich zu den anderen Nutzenden der Seite.

PilotentestTraining. Der Anbieter beschreibt sein Angebot als Training im Browser und in Apps für iOS und Android, in den Apps auch offline. Laut Website lässt sich MIC mit einem echten Joystick oder Gamepad statt mit der Tastatur trainieren. Nach jedem Durchlauf gibt es einen Score von 0 bis 100, dazu einen «Clearance Score» als Einschätzung der Testbereitschaft. Lizenziert wird über Laufzeiten. Der Anbieter weist wie wir darauf hin, dass er in keiner Verbindung zum DLR steht.

SkySupp. Ein deutschsprachiger Online-Trainer mit laut eigenen Angaben über zehn interaktiven Übungsmodulen zu Konzentration, Reaktion, Gedächtnis, Mathematik, Physik, Technik und Sprache. SkySupp wirbt mit einer unbeschränkt gültigen Lizenz ohne Abo und persönlichem E-Mail-Support.

TippFunktionsumfang und Konditionen ändern sich. Schau vor dem Kauf auf die Website des Anbieters, prüfe, ob es eine Demo gibt, und lies die Datenschutzerklärung.

Was kann eine Handy-App für den DLR-Test und was nicht?

Eine Handy-App ist gut für tägliche kurze Einheiten: Arbeitsgedächtnis, Kopfrechnen, Wegfiguren, Würfelklappen und Wissensfragen lassen sich in zehn Minuten sinnvoll trainieren. Für MIC und alles, was einen Joystick braucht, ist sie das falsche Werkzeug.

Der Vorteil des Handys ist die Regelmässigkeit: Module wie VMC, RMS oder Kopfrechnen profitieren von vielen kurzen Wiederholungen, und ein Gerät, das du ohnehin dabeihast, senkt die Hürde, jeden Tag zu üben.

Die Grenzen sind ebenso klar. Der Bildschirm ist kleiner als der Testmonitor, du tippst mit dem Finger statt auf einer Tastatur, und die Umgebung im Tram ist nicht die eines Testsaals. Plane deshalb zusätzlich Einheiten am Schreibtisch ein, mit Kopfhörern und ohne Ablenkung.

Zu unserer eigenen App, damit du sie einordnen kannst: Der DLR Test Trainer läuft auf iOS, komplett offline, ohne Account und ohne Werbung. Alle Daten bleiben auf deinem Gerät. Er trainiert zehn Testarten (SKT, VMC, RMS, KRN, OWT, PPT, WFG, TVT, PHY, ENS) in Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch, generiert jede Aufgabe neu und zeigt Zielwert-Ampeln, Verlauf und eine Fehleranalyse nach jeder Einheit. In der Pro-Version gibt es eine Prüfungssimulation mit allen zehn Modulen am Stück. Was er nicht kann: MIC trainieren, auf Android oder am Desktop laufen und die offizielle DLR-Software ersetzen. Die Zielwerte beruhen auf öffentlich bekannten Erfahrungsberichten und nicht auf offiziellen DLR-Normen. Mehr dazu auf der Fragen-Seite DLR-Test mit App vorbereiten.

Kann man für den DLR-Test kostenlos üben?

Ja, zum Teil. Die offizielle Vorbereitungssoftware kommt mit der Einladung, im DLR Test Trainer sind vier Module dauerhaft gratis, und für die Wissenstests reichen oft Schulbücher und frei verfügbare Inhalte. Für ein vollständiges Training aller Testarten wirst du in der Regel etwas bezahlen.

  • Offizielle Software: Du bekommst die Zugangsdaten erst mit der Einladung beziehungsweise der Buchungsbestätigung. Wer schon Monate vor der Buchung anfangen will, braucht deshalb etwas anderes.
  • DLR Test Trainer: Der Download ist gratis. Würfelklappen (PPT), Wegfiguren (WFG), Technik (TVT) und Englisch (ENS) bleiben für immer kostenlos, inklusive Fehleranalyse und Level-Empfehlung. Die übrigen sechs Module kannst du je einmal gratis testen. Pro kostet CHF 9.90 pro Monat oder CHF 39.90 einmalig (Stand: September 2026, Landespreise im App Store können abweichen).
  • Demos anderer Anbieter: Ob und in welchem Umfang es Testversionen gibt, steht auf den jeweiligen Websites.
  • Wissensteile: Physik und Technik auf Mittelstufen- bis Gymnasialniveau findest du in jedem Schulbuch. Für Englisch helfen Podcasts, Artikel und Grammatikübungen. Konkrete Themenlisten stehen in den Artikeln zu Physik und Englisch.

Was der Test selbst kostet, steht auf der Fragen-Seite Was kostet der DLR-Test?.

Welches Tool eignet sich wofür?

Unsere Empfehlung ist eine Kombination aus drei Bausteinen: die offizielle DLR-Software als Basis, eine Desktop-Software mit Joystick für MIC und eine App für die täglichen kurzen Einheiten. So deckt jedes Werkzeug ab, was es am besten kann.

ZielGeeignetes WerkzeugWarum
Originalformate kennenlernenOffizielle DLR-SoftwareEinzige Quelle direkt vom DLR
MIC und Joystick-GefühlDesktop-Software oder Web-Trainer mit Joystick-UnterstützungJoystick lässt sich nur am Rechner anschliessen
Tägliche 10 bis 20 MinutenMobile AppImmer dabei, offline nutzbar
Früh anfangen, Monate vor dem TerminDrittanbieter-Software oder AppOffizielle Software kommt erst mit der Einladung
Physik, Technik, EnglischSchulbücher, Kurse, Quiz-ModuleWissen lässt sich unabhängig vom Format lernen
Fortschritt messenTool mit Statistik oder ZielwertenZeigt, wo sich Trainingszeit lohnt
GeneralprobePrüfungssimulation plus offizielle SoftwareAusdauer und Reihenfolge üben

In der Praxis sieht das oft so aus: Zwei bis drei Monate vor dem Termin beginnst du mit kurzen täglichen Einheiten und schliesst Wissenslücken. Einen zeitlichen Rahmen dafür gibt der 8-Wochen-Trainingsplan. Parallel gewöhnst du dich am Rechner an den Joystick. Sobald die Einladung da ist, rückt die offizielle Software in den Mittelpunkt.

Kein Werkzeug und keine Kombination kann ein bestimmtes Ergebnis garantieren. Das DLR-Zertifikat enthält ohnehin keine Auswahlentscheidung: Du erhältst Ratings, und Airlines sowie Flugschulen legen ihre Mindestanforderungen selbst fest.

Quellen

Häufige Fragen

Die eine beste Software gibt es nicht. Die wichtigste Quelle ist die offizielle Vorbereitungssoftware des DLR, deren Zugang du mit der Einladung erhältst. Für MIC eignet sich Desktop-Software mit Joystick, für tägliche kurze Einheiten eine mobile App. Die meisten fahren mit einer Kombination aus diesen drei Bausteinen am besten.

Geschrieben vonNoa Walser

Entwickelt DLR Test Trainer und bereitet sich selbst auf den DLR-Test vor. Schreibt hier über Testarten, Strategien und den Weg ins Cockpit – unabhängig, mit Quellen und ohne Originalaufgaben. Mehr über mich