Pilot Gehalt 2026: Lufthansa, Eurowings und SWISS
Was verdient ein Pilot 2026? Einstiegslohn als Copilot, Entwicklung bis Kapitän, Abzüge für Darlehen und Brain Capital bei Lufthansa, Eurowings und SWISS.
Welche Airlines nutzen den DLR-Test? Lufthansa Group über die EFA offiziell, weitere laut Anbieter-Listen. Tabelle mit Verfahren, Quelle und Sicherheit der Angabe.
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Offiziell belegt ist das DLR-Zertifikat als Schritt 1 bei der European Flight Academy, dem Weg zu Lufthansa, SWISS, Austrian, Eurowings und Co. Weitere Airlines wie TUIfly, SunExpress oder Turkish Airlines nennen nur Anbieter-Listen. Condor erkennt DLR-Zertifikate laut eigener FAQ nicht an.
Wer «DLR-Test» googelt, landet schnell bei Listen mit einem Dutzend Airline-Logos. Lufthansa, SWISS, Condor, Turkish Airlines, Cargolux: Alle sollen ihre Pilotinnen und Piloten mit den Verfahren des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt auswählen. Das Problem: Das DLR selbst veröffentlicht keine Kundenliste. Auf der Zertifikatsseite steht nur, es habe sich «für viele Airlines und Flugschulen» bewährt, das DLR mit der Auswahl zu beauftragen.
Die Logo-Listen stammen fast immer von Anbietern von Vorbereitungssoftware. Die haben ein verständliches Interesse daran, dass die Liste lang ist, und aktualisieren sie nicht immer, wenn eine Airline den Dienstleister wechselt. Für diesen Artikel haben wir deshalb im September 2026 die Karriere-Seiten mehrerer Airlines selbst geöffnet und geprüft, was dort wirklich steht.
Das Ergebnis ist durchzogen: Ein Weg ist sauber belegt, mehrere Angaben liessen sich nicht bestätigen, und in mindestens einem Fall sagt die Airline das Gegenteil von dem, was die Listen behaupten. Als unabhängige App sind wir weder mit dem DLR noch mit einer Airline verbunden; verbindlich ist immer die aktuelle Ausschreibung.
Offiziell belegt ist der DLR-Test als erster Schritt auf dem Weg in die Cockpits der Lufthansa Group: Die European Flight Academy (EFA) verlangt das DLR-Zertifikat vor der Bewerbung. Für alle weiteren Airlines gibt es nur Anbieter-Übersichten und Kandidatenberichte, teils im Widerspruch zu den Angaben der Airlines selbst.
Die Quellenlage lässt sich in drei Stufen einteilen:
Die kompakte Fassung dieser Antwort findest du auch auf der Fragen-Seite Welche Airlines verlangen den DLR-Test?.
Das DLR-Zertifikat Cockpit ist ein übertragbares Dokument, das du selbst buchst, selbst bezahlst und zwei Jahre lang bei jeder Stelle einreichen kannst, die es akzeptiert. Ein airline-spezifisches Verfahren wird dagegen von der Airline beauftragt, gilt nur für diese Bewerbung und endet mit einer Zu- oder Absage.
| Merkmal | DLR-Zertifikat Cockpit | Airline-spezifisches Verfahren |
|---|---|---|
| Wer bucht und bezahlt? | du selbst (2026: 417.69 € zzgl. MwSt. beim DLR, 427 € im EFA-Webshop) | von der Airline organisiert, Kosten je nach Airline |
| Ergebnis | Zertifikat mit Ratings, keine Auswahlentscheidung | Zu- oder Absage der Airline |
| Übertragbar? | ja, 2 Jahre gültig | nein |
| Inhalt | nur computerbasierte Tests, kein Interview | oft zusätzlich Gruppenübungen, Interview, Simulator |
| Wiederholung | 6 Monate Wartezeit empfohlen, alle Bereiche neu | regelt die Airline |
Quelle: Zertifikatsseite des DLR und EFA, Stand September 2026.
Das Zertifikat beurteilt vier Bereiche nach EASA-Kriterien: kognitive Grundfähigkeiten, operationelle und berufliche Kompetenzen, Persönlichkeit und soziale Kompetenzen. Welche Ratings reichen, legt jede Airline oder Flugschule selbst fest. Mehr dazu unter Was ist das DLR-Zertifikat?.
Wichtig: «Übertragbar» heisst nicht «überall anerkannt». Das DLR verweist für alle weiterführenden Prozesse ausdrücklich an die Flugschule oder Airline, bei der du dich bewirbst. Und wie das Beispiel Condor weiter unten zeigt, kann eine Airline das Zertifikat auch ausdrücklich ablehnen.
Für den Berufseinstieg ohne Lizenz führt der Weg zu allen Airlines der Lufthansa Group über die European Flight Academy, und deren Auswahl beginnt mit dem DLR-Zertifikat. Das ist die am besten belegte Aussage in diesem Artikel, denn sie steht auf der EFA-Seite selbst.
Der Ablauf laut EFA in fünf Schritten: 1) DLR-Zertifikat mit dem geforderten Rating, buchbar im EFA-Webshop für Hamburg, Mailand oder Zürich, 2) Bewerbung bei der EFA, 3) Assessment Center der Lufthansa Group mit Interviews, Gruppenübungen und Psychomotorik, 4) flugmedizinische Tauglichkeit Klasse 1, 5) Airline Fit nach der Ausbildung, also das Einstellungsgespräch bei einer Airline der Gruppe. Laut EFA-FAQ können sich Absolventinnen und Absolventen bei allen Airlines der Lufthansa Group bewerben, sofern dort Bedarf besteht und sie die jeweiligen Anforderungen erfüllen. Namentlich nennt die EFA-Seite Förderprogramme von SWISS und Edelweiss, Eurowings und Austrian Airlines.
Für die Schweiz gilt eine Besonderheit: Wer das SPHAIR-Zertifikat hat, braucht laut EFA keinen DLR-Test. Details zu beiden Ländern stehen in Pilot werden bei Lufthansa über die EFA und Pilot werden bei SWISS.
Der DLR-Test ist hier nur die erste Hürde. Das Assessment Center danach führt nicht das DLR durch, sondern laut EFA die Interpersonal GmbH beziehungsweise das SWISS Flight Crew Assessment. Was nach dem Zertifikat kommt, beschreibt der Artikel DLR-Test bestanden: was kommt danach?.
Auch für bereits ausgebildete Pilotinnen und Piloten (Ready Entry) spielt das DLR in der Gruppe eine Rolle, allerdings ist das nur über eine Drittquelle belegt: Laut dem Vorbereitungsanbieter Easyflight Training ist ein DLR-Test die erste Stufe bei Air Dolomiti, Austrian Airlines und Lufthansa City Airlines sowie beim Betreiber Platoon Aviation.
Laut pilotest.com nutzen oder nutzten neben der Lufthansa Group auch TUIfly, Condor, SunExpress, Turkish Airlines, AeroLogic, Cargolux, Air Dolomiti und Royal Jordanian DLR-Verfahren. Offiziell bestätigen konnten wir im September 2026 keine dieser Angaben, und bei Condor und Cargolux beschreiben die Airlines selbst etwas anderes.
| Airline | Verfahren laut Quelle | Quelle | Sicherheit der Angabe |
|---|---|---|---|
| Lufthansa, SWISS, Edelweiss, Austrian, Eurowings (Nachwuchs via EFA) | DLR-Zertifikat als Schritt 1, danach Assessment Center | EFA, offizielle Seite | hoch |
| Air Dolomiti, Austrian, Lufthansa City Airlines (Ready Entry) | DLR-Test als erste Stufe | Easyflight Training | mittel, Drittquelle |
| Condor (Ab initio) | Interpersonal GmbH, zwei Stufen; DLR-Zertifikate nicht anerkannt | Condor Career Center, FAQ | hoch, widerspricht den Anbieter-Listen |
| Cargolux | eigens entwickelte psychometrische Tests, Assessment Center, Simulator, Interview | Cargolux, offizielle Seite | hoch für den Ablauf, DLR wird nicht genannt |
| TUIfly, Turkish Airlines, Royal Jordanian | DLR-Verfahren | pilotest.com | tief, nur Drittquelle |
| SunExpress | DLR-Verfahren | pilotest.com | tief; HR-Portal nennt keinen Testanbieter |
| AeroLogic | DLR-Verfahren | pilotest.com | tief; geprüfte Stellenanzeige nennt keinen DLR-Test |
| Luxair | cut-e laut pilotest.com, DLR laut Easyflight Training | Drittquellen | widersprüchlich |
| ITA Airways | DLR laut Kandidatenberichten 2026, cut-e laut pilotassessments.com | Drittquellen | widersprüchlich |
Stand aller Angaben: September 2026. «Nennt keinen DLR-Test» heisst nicht, dass keiner stattfindet: Stellenanzeigen beschreiben oft nur die formalen Voraussetzungen, und die Details kommen erst mit der Einladung.
Zur Einordnung der einzelnen Fälle:
AeroLogic und SunExpress. Beide haben einen Bezug zur Lufthansa-Welt: AeroLogic ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Cargo und DHL, SunExpress eines von Lufthansa und Turkish Airlines. Das macht DLR-Verfahren plausibel, ist aber kein Beleg. Die von uns geprüfte First-Officer-Ausschreibung von AeroLogic und das Cockpit-Portal von SunExpress nennen nur Lizenz-, Stunden- und Sprachanforderungen.
TUIfly, Turkish Airlines, Royal Jordanian. Hier haben wir weder eine Bestätigung noch ein Dementi auf offiziellen Seiten gefunden. Behandle die Angabe als Hinweis, nicht als Tatsache.
Bei Condor, Cargolux, Luxair und ITA Airways. Gerade diese Fälle zeigen, warum sich der Blick in die Originalquelle lohnt, bevor du Zeit und Geld in die falsche Vorbereitung steckst.
Condor. Die Airline steht auf fast jeder Anbieter-Liste. Im Condor Career Center heisst es aber wörtlich: «Bitte beachten Sie, dass Condor DLR-Zertifikate weder im positiven noch im negativen Fall anerkennt.» Die erste Stufe des Ab-initio-Programms ist laut derselben FAQ eine Basisqualifikation bei der Interpersonal GmbH in Hamburg, die du selbst bezahlst, die zweite eine Firmenqualifikation bei Condor. Wer also nur zu Condor will, braucht kein DLR-Zertifikat. Und wer eines hat, kann es dort nicht einsetzen.
Cargolux. Die offizielle Seite beschreibt fünf Stufen: Bewerbung, Eignungstests, Assessment Center, rund 45 Minuten Simulator und ein Interview. Die psychometrischen Tests seien eigens für Cargolux entwickelt worden, von einem erfahrenen Luftfahrtpsychologen. Das DLR wird nicht erwähnt.
Luxair. Laut pilotest.com hat Luxair die Auswahl früher an das DLR vergeben und nutzt inzwischen cut-e-Tests. Easyflight Training beschreibt für das Kadettenprogramm dagegen weiterhin DLR-Stufen, und auf YouTube berichten 2026 Kandidaten, die für Luxair das DLR-Zertifikat ablegen. Die öffentliche Pilotenseite von Luxair nennt keinen Testanbieter. Möglich ist, dass sich das Verfahren je nach Programm und Jahrgang unterscheidet. Sicher weisst du es erst mit der Einladung.
ITA Airways. Videos von 2026 beschreiben den DLR-Test als erste Hürde der ITA-Auswahl, während pilotassessments.com für ITA Aon/cut-e-Tests auflistet. Dazu passt, dass die EFA Mailand als DLR-Teststandort nennt; ein Beleg für ITA ist das nicht.
Solche Widersprüche entstehen meist harmlos: Airlines wechseln Dienstleister, Kadetten- und Direkteinsteiger-Programme laufen unterschiedlich, und alte Webseiten bleiben stehen. Aus demselben Grund solltest du Erfahrungsberichte mit Datum lesen, siehe DLR-Test: Erfahrungen richtig einordnen.
Vor allem die Deutsche Flugsicherung (DFS) für angehende Fluglotsinnen und Fluglotsen, mit einem anderen Anforderungsprofil als im Cockpit. Laut AERO International vom 12.11.2025 folgt dort auf ein Online-Assessment eine zweiteilige Untersuchung beim DLR in Hamburg.
Das DLR selbst gibt an, in seinem Hamburger Testzentrum jährlich bis zu 10'000 Bewerberinnen und Bewerber für Berufe in der Luft- und Raumfahrt zu testen, darunter auch Astronautinnen und Astronauten. Easyflight Training nennt zusätzlich die ADAC Luftrettung und die Hubschrauberstaffeln der deutschen Polizei als Nutzer von DLR-Tests. Je nach Verfahren kommen dabei weitere Testnamen vor, die Anbieter listen, etwa ROT, SFT, VFF, VLR, DRT oder MEK.
Die Flugsicherung ist für manche auch ein Plan B. Was dafür und dagegen spricht, steht im Artikel DLR-Rating reicht nicht: Wiederholen oder Plan B?.
Lies die aktuelle Ausschreibung und die Einladung, und frag im Zweifel die Personalabteilung. Alles andere, dieser Artikel eingeschlossen, ist eine Momentaufnahme.
Für die Vorbereitung ist die Frage weniger heikel, als sie wirkt. Arbeitsgedächtnis, Kopfrechnen, räumliches Denken, Instrumente ablesen und geteilte Aufmerksamkeit prüfen fast alle Verfahren, egal von welchem Anbieter. Training mit dem DLR Test Trainer oder anderer Übungssoftware ist also auch dann nicht verloren, wenn deine Airline am Ende anders testet; das genaue Format übst du ohnehin mit den offiziellen Unterlagen. Einen Überblick über alle Testteile gibt der DLR-Test-Guide.
Offiziell belegt ist das DLR-Zertifikat als erster Schritt bei der European Flight Academy, dem Nachwuchsweg zu Lufthansa, SWISS, Edelweiss, Austrian Airlines, Eurowings und weiteren Airlines der Lufthansa Group. Für andere Airlines wie TUIfly, SunExpress oder Turkish Airlines gibt es nur Angaben von Vorbereitungsanbietern. Prüfe deshalb immer die aktuelle Ausschreibung der Airline.