Pilot Gehalt 2026: Lufthansa, Eurowings und SWISS
Was verdient ein Pilot 2026? Einstiegslohn als Copilot, Entwicklung bis Kapitän, Abzüge für Darlehen und Brain Capital bei Lufthansa, Eurowings und SWISS.
Dein DLR-Rating reicht nicht für die Wunsch-Airline? Wiederholung nach 6 Monaten, private Flugschule, modulare Ausbildung oder DFS – ehrlich erklärt.
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Beim DLR-Zertifikat gibt es kein «durchgefallen», aber Airlines verlangen Mindest-Ratings. Reicht deines nicht, kannst du wiederholen (DLR empfiehlt 6 Monate Pause, alle Bereiche neu, das bessere Zertifikat bleibt 2 Jahre gültig) oder über private Flugschule, modularen Weg oder DFS weitergehen.
Das Zertifikat liegt im Postfach, du öffnest die PDF-Datei, und irgendwo steht ein C oder D, wo deine Wunsch-Airline ein A oder B sehen will. Das fühlt sich wie ein Urteil an. Es ist keines. Das DLR schreibt auf seiner Zertifikatsseite ausdrücklich, dass das Zertifikat keine Auswahlentscheidung enthält. Du hast eine Messung bekommen, keinen Stempel «ungeeignet».
Trotzdem hilft Schönreden nicht weiter: Wenn das Rating unter der Schwelle deiner Airline liegt, ist dieser Weg im Moment zu. «Im Moment» ist dabei wörtlich gemeint, und daneben gibt es mehrere seriöse Wege ins Cockpit oder in einen verwandten Beruf.
Dieser Artikel geht die Optionen der Reihe nach durch: wiederholen, private Flugschule, modulare Ausbildung, andere Airlines, Flugsicherung. Alle Angaben haben den Stand September 2026; verbindlich sind immer die Seiten des DLR, der Flugschule und der Airline.
Beim DLR-Zertifikat Cockpit nicht: Jede Person, die teilnimmt, erhält nach Zahlungseingang ein Zertifikat. «Nicht gereicht» entsteht erst im zweiten Schritt, weil Airlines und Flugschulen ihre Mindest-Ratings selbst festlegen.
Das Zertifikat beschreibt deine Ergebnisse in vier Bereichen nach EASA-Kriterien: kognitive Grundfähigkeiten, operationelle und berufliche Kompetenzen, Persönlichkeit und soziale Kompetenzen. Laut European Flight Academy (EFA) werden die Kompetenzbereiche mit Ratings von A bis D ausgewiesen, und für eine Bewerbung bei der EFA brauchst du ein bestimmtes Mindest-Rating, das die EFA in einem eigenen Dokument veröffentlicht.
Daraus folgen zwei Dinge. Erstens: Dasselbe Zertifikat kann für eine Flugschule zu schwach und für eine andere ausreichend sein. Zweitens: Ein schwaches Rating in einem Bereich sagt dir ziemlich genau, wo du ansetzen musst.
Anders liegt der Fall bei airline-eigenen Verfahren, etwa einem Assessment Center. Dort gibt es sehr wohl eine Zu- oder Absage, und ob du es erneut versuchen darfst, regelt die jeweilige Airline. Mehr zur Abgrenzung steht unter DLR-Test nicht bestanden – was nun?.
Das DLR empfiehlt bis zur Wiederholung eine Wartezeit von 6 Monaten, und du musst alle Bereiche neu ablegen, nicht nur den schwachen. Die EFA nennt in ihrer FAQ keine eigene Sperrfrist: Du kannst dort jederzeit einen neuen Termin buchen.
| Punkt | DLR-Zertifikat Cockpit (direkt beim DLR) | Buchung über den EFA-Webshop |
|---|---|---|
| Wartezeit | 6 Monate empfohlen | keine Sperrfrist seitens EFA |
| Umfang | alle Bereiche neu | alle Bereiche neu |
| Preis 2026 | 417.69 € zzgl. MwSt. | regulär 427 € |
| Standorte | Köln, Hamburg, ab Oktober 2026 auch Wien | Hamburg, Mailand oder Zürich |
| Gültigkeit | 2 Jahre | 2 Jahre |
Quellen: Zertifikatsseite des DLR und FAQ bzw. Buchungsseite der EFA, Stand September 2026.
Zwei Details nehmen Druck aus der Entscheidung. Eine Wiederholung wird laut DLR nicht auf dem Zertifikat vermerkt. Und fällt der zweite Versuch schlechter aus, kannst du das erste Zertifikat weiterverwenden, solange es gültig ist; welches du einreichst, entscheidest du.
Dass man jederzeit neu buchen kann, heisst nicht, dass man es soll. Die sechs Monate des DLR sind eine Empfehlung mit gutem Grund: Arbeitsgedächtnis, Kopfrechnen unter Audio oder räumliches Vorstellungsvermögen verbessern sich über Wochen, nicht über Tage. Wer nach vier Wochen ohne neuen Plan wieder antritt, bezahlt meistens für dasselbe Ergebnis. Die Kurzfassung der Regeln findest du auch unter Kann man den DLR-Test wiederholen?.
WichtigRabattaktionen haben eigene Bedingungen. Der EFA-Herbstrabatt 2026 (327 € statt 427 €, Termine bis 31.12.2026) gilt laut EFA einmal pro Person, und solche Termine lassen sich weder umbuchen noch erstatten.
Mit einer Fehleranalyse je Modul in der ersten Woche und einem festen Wochenplan danach. Einfach «mehr üben» reicht selten, weil du damit vor allem das trainierst, was dir ohnehin liegt.
So kannst du vorgehen:
Für die tägliche Routine eignet sich eine App wie der DLR Test Trainer: Die Fehleranalyse nach jeder Einheit zeigt dir etwa, welcher Aufgabentyp dich beim Kopfrechnen Punkte kostet. Sie ersetzt die offizielle Vorbereitungssoftware des DLR nicht, und den Joystick-Test MIC trainiert sie nicht. Dafür brauchst du Desktop-Software, siehe MIC: der Multitasking-Test.
Ja. Viele private Flugschulen (ATO, Approved Training Organisation) bilden nach denselben EASA-Regeln zur Berufspilotenlizenz aus und verlangen kein DLR-Zertifikat. Am Ende steht dieselbe Lizenz; der Unterschied liegt beim Geld und bei der Frage, wer dich danach anstellt.
Die Chancen: Du bist nicht an eine einzelne Airline-Gruppe gebunden und kannst oft früher beginnen. Die Risiken solltest du genauso klar sehen:
TippMach das flugmedizinische Tauglichkeitszeugnis Klasse 1, bevor du irgendwo einen Ausbildungsvertrag unterschreibst. Ohne Medical nützt die beste Schule nichts, und das BAZL empfiehlt denselben Schritt vor einem Finanzierungsgesuch.
Sie verteilt Kosten und Risiko auf Etappen. Statt eines durchgehenden Vollzeitkurses erwirbst du die Lizenzen nacheinander: zuerst die Privatpilotenlizenz, dann ATPL-Theorie, Flugstunden sammeln, Berufspilotenlizenz, Instrumentenflug und Mehrpersonen-Cockpit-Training.
Der Vorteil für jemanden, dessen DLR-Rating nicht gereicht hat: Du kannst nebenher arbeiten, bezahlst Schritt für Schritt und merkst schon bei der Privatpilotenlizenz, ob dir das Fliegen wirklich liegt. Der Nachteil: Es dauert meist länger, verlangt viel Selbstorganisation, und manche Airlines bevorzugen bei Berufseinsteigern Absolventen durchgehender Kurse. Beachte ausserdem, dass die EFA laut ihrer FAQ keine Bewerbungen von Personen mit Berufspilotenlizenz annimmt; eine Privatpilotenlizenz ist dort kein Hindernis. Wer modular bis zur Berufslizenz geht, hat sich also gegen den Ab-initio-Weg der Lufthansa Group entschieden.
Gerade für Quereinsteiger ist das oft der realistischste Weg, mehr dazu im Artikel Pilot werden mit 30, mit Brille, ohne Abitur.
Viele. Das DLR ist ein wichtiger, aber nur einer von mehreren Testanbietern, und etliche Airlines bauen ihre Auswahl selbst oder mit anderen Dienstleistern.
Zwei Beispiele mit offizieller Quelle: Condor schreibt im eigenen Karriereportal, dass DLR-Zertifikate dort weder im positiven noch im negativen Fall anerkannt werden; die erste Stufe des Ab-initio-Programms läuft über die Interpersonal GmbH in Hamburg. Cargolux beschreibt psychometrische Tests, die eigens für das Unternehmen entwickelt wurden. International sind laut Anbieter-Übersichten zudem die Tests von cut-e (Aon) verbreitet.
Ein schwaches DLR-Zertifikat folgt dir also nicht automatisch zu jeder Airline. Aber Vorsicht vor dem Umkehrschluss: Auch andere Verfahren prüfen Arbeitsgedächtnis, Rechnen, räumliches Denken und Multitasking. Wer im DLR-Test an den Grundfähigkeiten gescheitert ist, wird sie auch dort brauchen. Eine Übersicht mit Quellenlage steht im Artikel Welche Airlines nutzen den DLR-Test?.
Für manche ja, aber nicht als leichtere Variante. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) wählt ihren Nachwuchs ebenfalls mit DLR-Verfahren in Hamburg aus, allerdings mit einem anderen Anforderungsprofil als im Cockpit.
Laut AERO International vom 12.11.2025 beginnt die Auswahl mit einem Online-Assessment, gefolgt von einer zweiteiligen Untersuchung beim DLR: computerbasierte Tests zu Belastbarkeit und Merkfähigkeit sowie ein Teil zu Teamfähigkeit und Motivation. Als Voraussetzungen nennt der Bericht unter anderem Abitur, ein Höchstalter von 24 Jahren bei der Bewerbung und sichere Deutsch- und Englischkenntnisse; die Ausbildung dauert zweieinhalb bis dreieinhalb Jahre. Prüfe die aktuellen Bedingungen direkt im Karriereportal der DFS, in der Schweiz ist Skyguide die entsprechende Adresse.
Der Beruf ist eigenständig: Schichtdienst am Boden, enorme Verantwortung, kein Reisen. Wer ihn nur als Trostpreis sieht, wird im Auswahlgespräch kaum überzeugen. Wen aber das System Luftverkehr fasziniert, der findet hier eine echte Option.
Indem du dir ein paar Fragen ehrlich beantwortest, am besten schriftlich und mit etwas Abstand zum Ergebnis.
Das DLR testet bis zu 10'000 Bewerberinnen und Bewerber pro Jahr, und eine offizielle Quote, wie viele davon die Anforderungen ihrer Airline erfüllen, gibt es nicht. Misstraue deshalb Forenzahlen in beide Richtungen. Mehr dazu im Artikel DLR-Test: Erfahrungen.
Ein zweiter Versuch ist kein Makel, und ein anderer Weg ist kein Scheitern. Unklug wäre nur, ohne Analyse denselben Versuch zu wiederholen oder aus Trotz einen hohen Kredit aufzunehmen.
Beim DLR-Zertifikat Cockpit nicht. Alle Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat mit Ratings in vier Bereichen, und das DLR trifft keine Auswahlentscheidung. Ob dein Ergebnis reicht, hängt vom Mindest-Rating ab, das die jeweilige Airline oder Flugschule selbst festlegt.